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THEATEREI

Liebe Theaterei-Freunde!

Gibt es was Schöneres als das Bewusstsein, dass alle Dinge im Fluss sind? Dass alles den Keim der Veränderung in sich trägt und immer etwas Neues entsteht? So will ich in das neue Jahr schauen: neugierig, fröhlich gestimmt und voller Vertrauen auf all das Gute und Schöne, das auf uns wartet. Und wenn es turbulent und bedrohlich werden sollte, will ich an den Satz von Friedrich Hölderlin denken: „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“ In diesem Sinne ist auch der Spielplan für das nächste Vierteljahr konzipiert. Sie können eine Premiere und eine Uraufführung erleben – eine erlesener als die andere. Der Hang von Markus Werner mit Walter von Have und Bernhard Bonvicini ist fast ein Krimi und Mara von Wolf Wondratschek ist ein Stück voller Musik. Auf Celia Endlicher wartet eine ganz besonders reizvolle Aufgabe, sie spielt in dieser Uraufführung eine Solo-Perfomance nach dem Roman von Wolf Wondratschek, das Kind eines der berühmtesten Geigenbauers der Weltgeschichte.
Dann gibt es noch ein großes Fest zu feiern. Walter von Have, der große Ulmer Charakterschauspieler, begeht sein 50. Bühnenjubiläum in einer Theater-Gala am Samstag, 18.02. in unserer Theaterei. Und ich, was ist mit mir? Ich werde „Mara“ inszenieren, schreibe zur Zeit an einem neuen Theaterstück und habe ein paar wundervolle Pläne für Sie und die Theaterei.

Mit freundlichem Gruß

Ihr Wolfgang Schukraft, Theaterei-Prinzipal

Zum 50.Bühnenjubiläum von Walter von Have
Premiere
Am Hang
von Markus Werner


mit Bernhard Bonvicini und Walter von Have
Regie Walter Frei, Bühne Jörg Stroh.
Dieses Stück hat auf seine optimale Besetzung gewartet. Und die haben wir nun. Endlich können wir diese Premiere zeigen.
Am Hang zu leben, kann riskant sein. Wie leicht können Dinge ins Rutschen geraten. Diese Erfahrung muss der Scheidungsanwalt Clarin (Bernhard Bonvicini) machen, dessen Arbeitswochenende in seinem Tessiner Ferienhaus einen etwas anderen Verlauf nimmt. Ein abendlicher Trunk, ein harmloses Gespräch, mehr hatte dem leutseligen Clarin nicht vorgeschwebt, als er sich dem Fremden auf der Terrasse des Bellavista-Hotels vorstellte. Doch sollte sich bald herausstellen, dass Loos (Walter von Have) nicht der Partner für den erwartet netten Plausch war. Die Schlinge zieht sich zu. Zusehends redet sich der kultivierte, schwerblütige Loos in Rage, philosophiert hemmungslos und trunken über den erbarmungswürdigen Zustand einer lärmenden und oberflächlichen Welt. Vor einem Jahr war im Kurhotel in Cademario drüben am Hang, seine über alles geliebte Frau von ihm gegangen. War es Selbstmord? Clarin beginnt, aufzuhorchen. Cademario ist auch ihm kein fremder Ort. Schicksalsspuren überschneiden sich.
Rätsel über Rätsel werden aufgetürmt. Markus Werner gelingt es meisterlich, den unheimlichen Spannungsbogen seines Psychodramas aufrecht zu erhalten! „Am Hang“ ist ein spannendes Kammerspiel, das sich Walter von Have zu seinem 50.Bühnenjubiläum gewünscht hat.

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